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November 2011

Liebe Spender, Spenderinnen und Freunde
 

Als ich die ersten Weihnachtsdekorationen in den Läden entdeckte, musste ich mich fragen, wohin die Monate verschwunden sind. Morgendliche Nebel und das gelbe Laub lassen uns den Herbst erahnen…

Die Temperaturen im Norden Nigers sind nun auf ein erträgliches Mass gesunken, die Regenzeit geht dem Ende zu und wir bereiten uns für folgende Projekte vor:



Brunnen „Halima“ in Azawagh

© taderass

Dieser traditionelle Ziehbrunnen von Halima in der Region Azawagh ist 42 Meter tief und wurde vor Jahrzehnten gegraben. Auswaschungen haben die Wände destabilisiert, der Holzrand ist morsch und droht einzustürzen.
Unsere Brunnenbaucrew hat in dieser Region – wo alle Ziehbrunnen sehr tief sind – schon drei solcher zerfallenden Brunnen saniert und weist eine beachtliche Erfahrung auf.
Schon sind die ersten Betonsäcke und Armierungseisen vor Ort eingetroffen…..

…..was sicher auch dem erfolgreichen „Move4water“ Event zu verdanken ist.



Sonne, feine Kuchen, Datteln, interessante Gespräche und Mouhameds Tee liessen zahlreichen Besucher vor unserem Zelt verweilen.
Auch der Charity Grillplausch war ein voller Erfolg. Gestärkt und mit guter Laune liessen sich die Gäste bis spät in den Nachmittag verwöhnen.

 

 

All diese Aktivitäten, Spenden und Sponsorenbeiträge spülten uns CHF 3'082.- in die Kasse. Super!

Allen Teilnehmern und besonders den Sponsoren ein herzliches Danke schön!



10 Schulbänke für die Grundschule „Gougaram“


Die ersten Bänke sind bereit, doch wir warten, bis alle zehn fertig sind. So können wir die Transportkosten niedrig halten.
Die Kinder freuen sich, bald schon den kalten Boden durch eine bequemere Schulbank eintauschen zu können.



Nomadenschule „Tschinsakan“ in Azawagh

2007/2009/2010 sanierten wir 3 Brunnen in dieser Gegend und sahen, dass die Nomadenkinder keinerlei Möglichkeit haben, in einer Grundschule, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen.

Seit dem beschäftigt uns der Gedanke, eine Nomadenschule für die ca. 20-30 Kinder zu eröffnen.

 

Da sich die Familien - trotz ihrer Herden - in einem kleinen Radius bewegen, würde sich diese Region für ein solches Projekt anbieten. Die Kinder könnten bei ihren Eltern übernachten, die Mittagsmahlzeit würde dann in der Schule von einer Mutter gekocht.



Wir stellen uns einen Schulraum in Form eines Mattenhangars vor, der bei Bedarf auch mal verschoben werden könnte.

Da alle Kinder jeder Altersklassen Analphabeten sind, reicht anfänglich ein Schulraum.


„AKiSa“ , ein deutsch/schweizerischer Verein, welcher Grundausbildung für die Kinder der Sahara unterstützt, hat uns kontaktiert und eine Zusammenarbeit angeboten. Sie würden die benötigten Schulmaterialen für Lehrer und Kinder finanzieren, sowie sich beim Bau des Hangars beteiligen.
Wir würden die Verpflegungskosten, den Lohn des Lehrers oder Lehrerin und einen Teil des Hangarbaus übernehmen. Unsere Kosten würden ca. CHF 8'000.- pro Schuljahr betragen.



Eine Aktion zu Gunsten von ENMIGRAW Suisse!

Möchtet ihr euch für unsere Projekte engagieren?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um Spenden zu sammeln, z.B. besondere Festtage wie Taufe, Hochzeit, Geburtstage oder Firmenanlässe, Basare, Flohmärkte, Benefizkonzerte, Theateraufführungen oder Sponsorenläufe in Schulen.
Setzt euch mit uns in Verbindung. Wir haben verschiedenes an Informationsmaterial, sowie Schmuck, Karten usw., welche ihr an eurem Anlass auflegen, respektive verkaufen könnt.
Wir würden uns freuen!




Mai 2011

Liebe Spender, Spenderinnen und Freunde

 

Die politische Lage ist, trotz der vielen Unruhen in den Nachbarstaaten, sehr ruhig und gefasst. Anfangs April gewann Mahamadou Issoufou mit 58% die Wahl zum Präsidenten. Birgi Rafini, ein Tuareg aus dem Norden, erhielt den Posten des Premierministers – dies lässt uns auf eine Verbesserung der allgemeinen Lebenssituation für die Menschen im Norden hoffen!

 

Mouhamed ist vor 3 Tagen aus dem Niger zurückgekommen - in seinem Gepäck die neusten Berichte und Fotos unserer Projekte. Eher kalt sei es bei uns, denn in der Sahara herrschen jetzt schon an die 45°C….
Wir sind stolz! Im letzten halben Jahr realisierten wir mit Hilfe der ansässigen Tuareg-Bevölkerung sehr viele Projekte. Jedes einzelne genau zu beschreiben, würde den Rahmen der News bei weitem sprengen und so beschränke ich mich auf die wichtigsten Informationen.



Brunnen „Tilalt“ in der Region Azawagh

 

Durch die exzessive Nutzung begannen die Wände des 68 Meter tiefen Brunnens zu bröckeln und der Holzrand brach fast in sich zusammen.


33 Betonringe schützen nun den ganzen Brunnen, der erhöhte Aufbau bewahrt das kostbare Trinkwasser vor Sand und anderen Verunreinigungen.



Brunnen „Aghali“ in der Region Azawagh


Im August 2009 sanierten wir einen Teil dieses Brunnens und bewahrten ihn durch unseren schnellen Einsatz vor dem Einsturz.

 

Nun errichteten wir einen passenden Brunnenabschluss und setzten weitere 11 Betonringe in den Brunnen ein.



Brunnen „Gougaram “ in der Region Talak

 

Das ist der erste Brunnen, welcher in der Nomadensiedlung Gougaram vor über 50 Jahren gegra-ben wurde. Seit dann speist er die dortige Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser. Auch in den wärmsten Sommermonaten fliesst genügend Wasser nach und sichert so ein Überleben für ca. 750 Tuareg-Nomaden und ihre Tiere.
Der stark benutzte Brunnen musste neu verputzt werden. Auch flickten wir allfällige Risse im Schacht und betonierten die Umgebung neu.



Brunnen „Gougaram 2“ in der Region Talak

 

Als erstes wurde der kaputte Brunnen von zuwuchernden Büschen und Ranken befreit. Da er durch diverse kleinere Fluten unterspült war, musste auch bei diesem Brunnen die Umgebung neu eingeebnet und die verbleibenden Betonringe gerichtet werden. Anschliessend erhöhte und verstärkte man den Brunnenrand mit Armierungseisen und dickem Beton.


 

 

Die Zugvorrichtung wird links und rechts montiert, sobald die ansässigen Tuareg geeignete Holzgabelungen gefunden haben. Die Baucrews habe ihre Sachen zusammengepackt und geniessen wohlverdiente Wochen bei ihren Familien. Erst im Oktober werden sie wieder ihre Arbeit aufnehmen.



Eselkarre, gespendet von Susi Dubach

 

Schon letzten Herbst wurde die Eselskarre in Auftrag gegeben. Doch währen den Wintermonaten zogen die Nomadensippen weiter weg und das nützliche „Kärreli“ blieb – mangels geeignetem Transport – in Agadez stehen.

Doch nun strahlt es in frauenfreundlichem Lila genauso wie die beschenkten Frauen der Region Talak. Eine willkommene Hilfe zur Bewältigung ihres harten Alltags.



Frauenprojekte „Tellit“ und „Toudou“

 

Mit ihrem bescheidenen Gewinn organisierten sich die Tuaregfrauen den Kauf neuer Dumpalmenblätter. Gleichzeitig mit dem Zement ist auch diese Lieferung heil angekommen und wird nun unter den beteiligten Frauen verteilt.

Diese Arbeit ist inzwischen zu einem wichtigen Lebensbestandteil der Tuaregfrauen geworden – die Motivation und Disziplin der Mitarbeiterinnen ist sehr gross.



An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aller Tuaregfamilien an unsere treuen Spender!

Nur mit eurer Unterstützung konnten wir all diese benötigte Hilfe realisieren.