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Liebe Spender, Spenderinnen und Freunde

 

Die ersten Tage des neuen Jahres sind vorbei und die Temperaturen draussen sind frostig geworden. Wir blicken auf ein Jahr mit vielen Eindrücken und Erfahrungen zurück.
Mouhamed reiste letzten November in den Niger, um die verschiedenen Projekte zu besuchen und zu kontrollieren. Er sprach mit den Verantwortlichen vor Ort und organisierte die künftigen Brunnensanierungen.


Frauenprojekt "Toudou"

Die Präsidentin Fatimah Mohammed bedankt sich im Namen aller 23 Frauen für unsere Unterstützung. Sie sehen sich als Schlüsselfiguren des Wandels, denn sie tragen oft die Verantwortung für den ganzen Haushalt.

„Mein Mann ist gestorben“, erzählt Raisha, „so bin ich die Ernährerin der ganzen Familie“. Mouhamed übergab ihnen CHF 250.-, damit sie die Batikfärberei ausbauen können. Solche Stoffe sind in Agadez gefragt. Ihre Motivation und Einsatz einen kleinen Verdienst zu erwirtschaften, ist gross.


Nomadenschule "Alamad"

Momentan füllen 22-25 Kinder den Klassenraum – sie erhielten am Anfang des Schuljahres extra für sie geschneiderte neue Kleidung, die sie stolz präsentierten. Die Freude war riesengross; so macht der Unterricht gleich mehr Spass! Oft kommen die Kinder mit kaputten oder fehlenden Kleidungsstücken zur Schule, da die armen Familien, die sich keine spezielle Schulkleidung leisten können.


 

Die Lebensmittellieferung für die ersten 3 Monate erhielt 15 Säcke Reis, 20 Karton Nudeln, jeweils 10 Karton Trockenmilch und Zucker, 6 Gallonen Öl, 5 Karton Tomatenmark, Salz, Seife und verschiedene Küchenutensilien.

 

Auch die Schulapotheke wurde aufgestockt.


 

Aus unserer Sicht ist Bildung, auch wenn es „nur“ die Basis Rechnen, Schreiben, Lesen ist, der beste Weg um eine selbstbestimmte Zukunft gestalten zu können.

Darum investieren wir weiterhin in diese kleine Nomadenschule und ebnen den Kindern den Weg, sich später eine rentable Lebensbasis aufbauen zu können.


Brunnensanierung "Ibrahim"

 

Drei Stunden von der Strasse entfernt befindet sich dieser vom Alter gezeichnete Brunnen. Eine holprige Piste, die den Geländewagen der Baucrew immer wieder heftig ruckeln lässt, führt schlussendlich zum Ziel. Wer nicht vorsichtig fährt, läuft Gefahr, mit dem Auto aufzusetzen oder die Ladung zu beschädigen.


 

Die Inspektion durch unseren Maurermeister Affano zeigt, dass dieser Ziehbrunnen mit seinen 60 Metern zu den tiefen seiner Art gehört. Auch hier muss erst die feste Gesteinsschicht ermittelt werden, damit die Schalungsringe erfolgreich verankert und aufgebaut werden können.



Der Rest bleibt sich gleich, wie bei den vorherigen Brunnensanierungen und nach 8 Wochen ist diese schwierige und kräftezehrende Arbeit beendet. Ibrahim bedankt sich von Herzen bei der gesamten Baucrew und bei allen Spendern, die diese Sanierung möglich gemacht haben.

 

Kosten CHF 6‘450.-


Ausbildung Alhassana Barka

„Es war nicht leicht, doch meine Anstrengungen haben sich gelohnt“, sagt Alhassane. Momentan schreibt er an seine Abschlussarbeit. Ebenfalls konnte er auch schon bei Niger Telecom ein Praktikum machen und Erfahrungen sammeln.
Durch die Übernahme der Studiengebühren (siehe Bericht April News) konnte Alhassane diese wichtige berufliche Weiterbildung antreten. Er erwarb das nötige geschäftliche Wissen, um damit eine Perspektive und Chance zu haben, seine Lebensumstände zu verbessern.