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Ibrahim Dezember 2019

 

Drei Stunden von der Strasse entfernt befindet sich dieser vom Alter gezeichnete Brunnen. Eine holprige Piste, die den Geländewagen der Baucrew immer wieder heftig ruckeln lässt, führt schlussendlich zum Ziel. Wer nicht vorsichtig fährt, läuft Gefahr, mit dem Auto aufzusetzen oder die Ladung zu beschädigen.


 

Die Inspektion durch unseren Maurermeister Affano zeigt, dass dieser Ziehbrunnen mit seinen 60 Metern zu den tiefen seiner Art gehört. Auch hier muss erst die feste Gesteinsschicht ermittelt werden, damit die Schalungsringe erfolgreich verankert und aufgebaut werden können.


 

Der Rest bleibt sich gleich, wie bei den vorherigen Brunnensanierungen und nach 8 Wochen ist diese schwierige und kräftezehrende Arbeit beendet. Ibrahim bedankt sich von Herzen bei der gesamten Baucrew und bei allen Spendern, die diese Sanierung möglich gemacht haben.

 

Kosten CHF 6‘450.-
 



Bilal Juli 2019

 

Der nächste Brunnen, den wir in Angriff nahmen, befindet sich in der Region Azawagh und ist mit seinen 61 Metern doch recht tief. Auch hier ist das Überleben etliche Familien und ihre Tiere von diesem Ziehbrunnen abhängig und so lag uns diese Sanierung am Herzen.


 

Als erstes wird der Brunnen vollständig geleert, um den Brunnenboden von Schlamm, heruntergefallenes Geröll, Sand und Steinen zu befreien. Eine nasse Sache, die Affano bei diesen heissen Temperaturen eine willkommene Abkühlung bringt.


 

 

Das Vorgehen ist, wie bei all den Sanierungen, gleich – der Aufbau der Schalungsringe beginnt auf einer festen Gesteinsschicht, praktisch am Boden des Brunnens. Es folgt Ring um Ring, jeder steht auf dem unteren, bis man an der Oberfläche ankommt.
 


 

Falls man die Ringe seitlich nicht verankern kann, bedingt das eine gewisse Wartezeit, bis der Beton getrocknet ist, bevor man den nächsten einbauen kann. Das ist mit ein Grund, wieso eine Brunnensanierung bei diesen Tiefen etwa 2 Monate dauert. Auch muss ständig das nachfliessende Wasser ausgeschöpft werden.


 

 

Genauso wichtig ist der Brunnenaufbau! Hier müssen unzählige Armierungseisen den Rand und die nahe Umgebung bei täglicher intensiver Benutzung verstärken, so dass der Beton hält und nicht innert Kürze zu bröckeln anfängt.


 

 

Die Zugvorrichtung wird eingegraben, der Konterbrunnen angefertigt, die Zuleitungen eingegraben und die Umkreisung des Brunnens planiert und betoniert.


 

Nun stabilisieren 25 Betonringe die Brunnenwand, das Wasser kann den Brunnen wieder füllen.
Wie so oft, verlief die schwierige und gefährliche Arbeit ohne Probleme, die eingespielte Crew hat Aussergewöhnliches geleistet!

 

Kosten dieser Sanierung CHF 6‘280.-
 



Tamalat Mai 2019

 

Dieser alte Brunnen befindet sich in der Region Azawagh und wurde vor Jahrzehnten von Hand gegraben. Er ist ca. 56 Meter tief und seine Wände
bröckeln vor sich hin.
Da in dieser Gegend viele Nomaden vorbeiziehen, beschloss Embeloua diesen Ziehbrunnen zuerst zu sanieren.


 

Als erstes wurde als Übergangslösung während den Bauarbeiten ein provisorisches Wasserbecken angefertigt. Der Brunnen wurde geleert, damit man die ersten Schalungsringe einbauen konnte.

 

Da Wasser in dieser Gegend eine Mangelware ist, wird nichts davon verschwendet.


 

 

Das „dreckige“ Brackwasser wird zum Betonmischen verwendet, denn dafür reicht es allemal!


Innerhalb der Bauphase muss das Trinkwasser per Eselskarre von einem anderen Brunnen bezogen werden. Je nach Lage, ist das eine Tagereise, ganz zu schweigen vom Füllen der zahlreichen Kanister.
Ich möchte euch mit diesen Bildern zeigen, dass hinter einer solchen Sanierung eine grosse logistische Leistung steckt; viele helfende Hände, Erfahrung und Wissen über die Region sind unabdingbar. Nur so kann das Projekt erfolgreich zu Ende gebracht werden.



Nach 5 Wochen sind die zahlreichen Löcher in den Wände ausgebessert, die Schalungsringe gesetzt und der Brunnen stabil. Nun geht es an den Neuaufbau der oberen drei Meter….



 

…und schlussendlich dem Ausschalen des Brunnenrandes.

 


 

 

Die Zugvorrichtungen werden eingesetzt, der Brunnenrand mit einer Betonplatte verstärkt und das Tränkebecken für die Tiere erstellt.


Ausnahmslos alle Beteiligten haben Aussergewöhnliches geleistet und das bei gleicher, wenn nicht noch höherer Temperatur wie bei uns momentan!
Mohamed Zodi, dem der Brunnen gehört, bedankt sich bei allen Spendern, die diese Sanierung möglich gemacht haben. Durch euch konnten wir eine längerfristige Erhaltung diese lebenswichtigen Wasserquelle sichern.

 

Kosten: CHF 5‘180.-