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Ado Februar 2021

Es erreichen uns immer zahlreiche Anfragen der Bevölkerung betreffend einer Brunnensanierung. Nach 18 Jahren tatkräftiger und engagierter Arbeit im Norden Nigers ist ENMIGRAW vollständig etabliert. Die Tuaregnomaden haben erkannt, dass die von uns angebotene, langfristige Zusammenarbeit zu einer Verbesserung ihrer Lebens-umstände führt.

Der Brunnen von Elhadji Ado war in einem bedenklichen Zustand und so haben Embiloua und unser Maurermeister Affano beschlossen, mit dieser Sanierung zu beginnen.


 

Die Arbeiten im Schacht gingen ohne Probleme und trotz der Tiefe von 48 Metern routiniert voran. Da der umgebende Boden eher bröckelig war, mussten dieses Mal vermehrt Armierungseisen eingebaut werden.

 

Nach zweimonatigem Aufbau und tatkräftiger Mithilfe der Tuaregfamilie, stabilisieren 10 Betonringe die brüchigen Wände dieses Ziehbrunnens.


 

Der Brunnenrand wird noch verputzt (sobald die benötigten Materialien aus Agadez angekommen sind) und anschliessend die Zugvorrichtung noch einbetoniert.

 

Jetzt schon bedankt sich Elhadji Ado bei allen Spendern, die so eine aufwändige Instandstellung seines Brunnens ermöglicht haben. Tanemert hullan!!!
Kosten CHF 5‘120.-



Sankaina Oktober 2021

Bis zum nächsten Wasserhahn mit sauberem Trinkwasser sind es nur ein paar Schritte – so sind wir es gewohnt und können uns nichts anderes mehr vorstellen.

Die Tuaregnomaden dagegen benötigen in trockenen Zeiten oftmals 1 – 2 Stunden, um den nächsten Brunnen zu erreichen. Die Tiere zu tränken, die zahlreichen Wasserkanister auf den Eselskarren zu füllen, dauert oftmals einen halben Tag.

 

Wasser ist die treibende Kraft der gesamten Natur – das kommt im folgenden Tuareg-Sprichwort sehr schön zum Ausdruck:              aman iman – Wasser ist Leben!


Vor ca. 40 Jahren wurde dieser Brunnen mit 48 Metern Tiefe gegraben. Trotz einigen früheren „Flickarbeiten“ seitens der Tuaregfamilie, waren die Seitenwände in den unteren Regionen in einem schlimmen Zustand und befanden sich kurz vor dem Einsturz.

Da der Brunnen konisch zulaufen ist, bieten die zerlöcherten Seitenwände keinerlei Verankerungspunkte für die Schalungsringe. So entschied sich unser Brunnenspezialist, die ersten 15 Meter mit speziellen Betonziegel aufzubauen.


 

Für den Aufbau in der Brunnenstube mussten vorgängig spezielle Betonziegel hergestellt werden.

Mit solchen Steinen ist die Baucrew flexibler, sich dem ändernden Durchmesser der Wände anzupassen. Mit steigender Höhe werden dann wieder Schalungsringe eingesetzt, welche dann mit Armierungseisen an den solideren Brunnenwände befestigt werden.


 

Nachdem Boden und Zugvorrichtungen einbetoniert wurden, legte man eine Zuleitung zu einem weiter entfernten Tränkebrunnen für die Tiere. Diese Leitung wird am Schluss noch vergraben und zum Schutz mit einer Betonschicht gedeckt.


 

 

Die ganze Familie von Sankaina ist mehr als froh, wieder einen intakten Brunnen zu haben, der sauberes Trinkwasser für sie, ihre Tiere und die ganzen Nomaden in der Umgebung liefert.

 

Kosten CHF 5‘128.-



Koula Dezember 2021

Dieser Brunnen wurde praktisch neu gegraben, da er in den letzten Jahren durch diverse Stürme und Flutungen eingesandet wurde und verschwand. Nur die alt eingesessenen Tuareg wussten noch, wo er sich befand.

 

In 15 Metern Tiefe floss das begehrte Nass aus einer unterirdischen grossen Quelle und ein dankbares „alhamdulillah“ ging durch die Gruppe.
Sobald die Wände stabilisiert waren, begann der gewohnte Aufbau mit den Schalungsringen.


 

 

Wären der gesamten Bauerei wurden das einfliessende Wasser mit einer starken Dieselpumpe abgesaugt und in bereitstehende Fässer gefüllt.


 

Dieses Wasser wurde nur zum Tränken der Tiere verwendet, für Menschen war es noch zu dreckig. Etwa eine Woche nach Beendigung der Arbeiten, klärt sich das Wasser, da sich die Sedimente am Boden ablagern.


Alhassane bereitet den zweitletzten Schalungsring vor, die Zugvorrichtung ist schon einbetoniert. In zwei Tagen wird noch der Brunnenrand aufgesetzt und verputzt.

 

Rhissa Koula, dem der Brunnen gehört, bedankt sich bei allen Spendern, die diese Grabung möglich gemacht haben! So konnten wir eine lebenswichtige Wasserquelle längerfristig erhalten.

 

Kosten CHF 4‘500.-