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Infos über Niger

Die seit 1960 unabhängige Republik Niger zählt nach wie vor zu den ärmsten und am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Niger ist ein Binnenstaat mit einem überwiegenden Anteil an der Sahara und dem Sahel. Vor allem im Norden finden sich zahlreiche Nomaden, Halbnomaden und Oasenbewohner, doch die Mehrheit der Bevölkerung lebt im Süden nahe an der Grenze zu Nigeria und Benin.

Neben den naturräumlichen Faktoren sind das hohe Bevölkerungswachstum von zurzeit 3,3% jährlich, der ungenügende Zugang zu Bildung und die mangelnde Gesundheitsversorgung wichtige Entwicklungshemmnisse.

Besonders hart trifft es die Tuareg – von der Regierung im Süden im Stich gelassen, sind sie weitgehend auf sich selbst gestellt.

Auch die unzureichende Sicherheitssituation, insbesondere in den nördlichen Landesteilen, behindert die wirtschaftliche Entwicklung. Nach einer Phase politischer Instabilität, einem Militärputsch 2010, wird die Republik Niger seit April 2011 wieder von einer demokratisch gewählten Regierung geführt.


Auf einer Fläche, die 30mal so gross ist wie die Schweiz, leben ca. 15 Mio. Menschen, davon sind 18,4% Tuareg.
 

Existenzbedrohend für den grössten Teil der Bevölkerung sind regelmässig wiederkehrende Dürren, Wassermangel und Nahrungsmittelknappheit.


40 % des Volkseinkommens stammen aus der Landwirtschaft, während der industrielle Sektor nur etwa 14 % der Gesamtleistung ausmacht. Wichtigstes Exportgut ist Uran (32% der Gesamtexporte), wichtigster Handelspartner bleibt Frankreich.