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Grundschule Gougaram

Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung!

 

Vor über 3 Jahren wurden aufgrund der instabilen Sicherheitslage im Norden Nigers in der Region Talak alle Nomadenschulen geschlossen. Wir richteten in Arlit das „Haus der Kinder“ ein, um wenigstens einem Teil der Schüler den Unterricht in den örtlichen Schulen zu ermöglichen.


 

In diesem Sommer hat sich die politische Situation so entspannt, dass diesen Herbst 22 Kinder in ihre angestammte Schule zurückkehren können.
 

Seit Oktober 2010 ist die Grundschule in Gougaram/Talak wieder geöffnet – leider in einem schlechten Zustand, da sich das Militär während der Rebellion in den Klassenzimmern zu Hause fühlte.



Um einen kontinuierlichen Schulbetrieb gewährleisten zu können, müssen wir nun auch in den Ausbau der vernachlässigten Infrastruktur investieren. Es fehlen bei einigen Gebäuden Fenster und Türen, der Verputz muss erneuert und das fehlende Schulmaterial und die Bänke organisiert werden.
Die Kinder sollen die Gelegenheit haben, in der Nähe ihrer Familien die Grundschule zu absolvieren. Für die Schüler aus entlegenen Nomadenlagern, funktioniert die Schule auf dem Internatsprinzip.


 

Alle Schüler erhalten drei Mahlzeiten täglich – so beugen wir auch einer Mangelernährung vor und verbessern dadurch die Gesundheit der Kinder.

Diese Verpflegung ist auch ein grosser Anreiz für die Eltern, ihre Kinder in die Schule zu schicken.


Die Grundschule Gougaram ist für die Region äusserst wichtig, denn sie sichert eine Basisschulausbildung auch für die ärmsten Kinder. Denn Bildung ist die einzige Chance, den Kreislauf aus Armut und Unwissen zu durchbrechen, eine bessere Lebensgrundlage und eine hoffnungsvollere Zukunft zu schaffen.

 

Die diversen Renovationen der Grundschule belaufen sich auf ca. 15'000 CHF, Schulbänke und Material auf ca. 7'000 CHF.

 

Wir nehmen eines nach dem anderen in Angriff!



Realisierte Arbeiten

Schulbänke

 

Die 10 Schulbänke sind in Gougaram angekommen. Das Bildungsministerium hat uns noch 25 Bänke dazugeliefert, so dass am Schluss - sehr zur Freude der Kinder -  35 Schulbänke in der Schule ankamen.

Das zeigt und auch, dass die Regierung unsere Arbeit in dieser Region bewusst verfolgt und gut heisst.

Gesamte Kosten CHF 1'200.-


Renovation der Schulküche und Bau eines Aufenthaltsraums

 

Was dringend fehlt ist ein Aufenthalts/Mehrzweckraum, wo die Schüler im Winter oder bei Sturm ihre Mahlzeiten einnehmen können. Auch dient er im Sommer als Schutz vor der Sonne. Gleichzeitig bietet sich dieser Raum auch als Lager für die Schullebensmittel an.


Der Mehrzweckraum steht und die Schüler benutzen ihn regelmässig. Bei schlechter Witterung nehmen sie ihre Mahlzeiten nun drinnen ein – so sind sie vor Kälte und Wind geschützt.
Die zwei Häuser wurden in traditioneller Bauweise errichtet und am Schluss Dach und Wände mit einem Betonabrieb verputzt.


 

Ganz rechts befindet sich mit blauer Türe die Küche, anschliessend der Aufenthalts- und am Ende der Schlafraum.


Dies alles ist auch von aussen durch Mauern getrennt, so unterscheiden sich die drei Einheiten klar.



Auch die Küche ist fertig und erstrahlt in neuem Glanz. Gestelle wurden gemauert und ein Rauchabzug konstruiert. Der Koch ist mehr als froh, seine Arbeit nun in diesem wettergeschützten Raum verrichten zu können. Sogar seine Kochutensilien finden einen Platz.



Die Kosten für diesen Doppelbau und die Renovation der Schulküche betrugen CHF 5‘150.-, die von „AKiSa“ (Ausbildung für Kinder in der Sahara) vollumfänglich übernommen wurden.



Die jahrelange Verbesserung der Verpflegungssitutation durch Milch, Fleisch und Gemüse aller Schulkinder ist auf fruchtbaren Boden gefallen. Denn chronische Fehlernährung ist häufig nicht auf den ersten Blick sichtbar und macht sich nur durch Einschränkung körperlicher und geistiger Aktivitäten bemerkbar. Durch den Nährstoffmangel verringert auch das Immunsystem seine Arbeit und eine leichte Erkrankung kann oftmals tödlich sein.

 

 

Die Eltern und der Direktor loben unseren langjährigen Einsatz und wir werden weiterhin mit ca. CHF 2‘000.- pro Jahr die Schulküche unterstützen.



Das Nahrungsmittelmagazin der Schulküche ist in die Jahre gekommen und brauchte einen neuen Verputz, damit die Bankoziegelsteine vor Regen und Feuchtigkeit ein wenig geschützt sind.
Auch innen brauchte der Boden einige Ausbesserungen, bevor die neuen Nahrungsmittel eingelagert werden konnten. Dies haben wir im März erledigt.

Kosten CHF 500.-