DE

Liebe Spenderinnen, Spender und Freunde

 

Dieses Jahr hat nicht nur klimamässig einige Herausforderungen mitgebracht. Mitte August sah es in Niger, wo seit 2023 das Militär regiert, nach einem klassischen Putsch aus. Der Aufstand in Niamey konnte gemäss Verteidigungsministerium nach etwa sechs Stunden mit Hilfe der Streitkräfte unter Kontrolle gebracht werden. Die Militärführung hat Schwierigkeiten, die dschihadistische Gewalt einzudämmen, die grosse Teile der Sahelzone erfasst hat. Davon betroffen sind auch die ebenfalls von Militärjuntas regierten Nachbarländer Burkina Faso und Mali. Die Zeichen der geopolitischen Entwicklungen in dieser Region sind alles andere als rosig, die Sicherheitslage katastrophal. Zum Glück wird bis jetzt unsere Arbeit von den neuen Machthabern nicht behindert. Die Bevölkerung leidet erheblich unter der serbelnden Wirtschaft. Die Preise für Lebensmittel, Dinge des täglichen Bedarfs aber auch für Baumaterialien sind in kurzer Zeit bis ums Dreifache gestiegen. 


Renovation Brunnen „Mouhamed“

Unsere geplante Brunnensanierung musste im April vorübergehend eingestellt werden. Der zuständige Projektverantwortliche, Imbeloua, erkrankte schwer an Typhus – einer akuten Magen-Darm-Erkrankung, die häufig durch verunreinigtes Trinkwasser übertragen wird und unbehandelt lebensgefährlich verlaufen kann.
Nach einem langen Transport ins nächstgelegene Krankenhaus zeigte die Behandlung mit Antibiotika glücklicherweise Wirkung. Dennoch verlief der Genesungsprozess nur langsam. Da die Arbeiten körperlich äusserst fordernd sind, haben wir eine vollständige Arbeitspause «verordnet». Denn die Gesundheit unseres Mitarbeiters steht an erster Stelle!

Mittlerweile hat sich Imbeloua erholt, sodass die Sanierungsarbeiten unter seiner Aufsicht weitergehen konnten.


 

Die letzten drei Stützringe wurden eingebaut, der Brunnenrand erhöht und die Umgebung planiert.

 

 

Gerade in dieser herausfordernden Situation zeigt sich, wie wichtig sauberes Trinkwasser und eine verlässliche Gemeinschaft sind. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern, dass sie solche lebenswichtigen Brunnen und unsere Arbeit vor Ort möglich machen.

 

Kosten CHF 3‘050.-


Grundschule „Gougaram“

Im Februar sanierten wir das eingestürzte Dach der Schulküche in Gougaram. Nun wurde auch das Dach des Schlaf- und Aufenthaltsraumes Opfer des starken Regens.

 

Wir beschlossen, statt Stämme Stahlträger einzubauen, welche die Dachlast zuverlässiger tragen. Denn auch in dieser Gegend ist der Klimawandel zu spüren.

So wird es mit grosser Wahrscheinlichkeit in Zukunft vermehrt heftiger regnen, als noch vor Jahren.

 

Kosten CHF ca. 2’400.- inkl. diversen kleinen Ausbesserungsarbeiten an den Fassaden.

 


Zum Schulbeginn im Oktober organisierten wir auch die jährliche Nahrungsmittelunterstützung für die Küche.
Die anhaltende Nahrungsmittelknappheit sowie die drastisch gestiegenen Marktpreise haben uns in den vergangenen Wochen vor logistische und finanzielle Herausforderungen gestellt. Darüber hinaus gestaltete sich auch der Transport zur Schule aufgrund der erschwerten Rahmenbedingungen als schwierig. Die aktuelle Situation fordert uns heraus, aber sie bestärkt uns auch in unserer Arbeit, die Tuaregfamilien weiterhin zu unterstützen.
Kosten CHF 3‘000.-


Stipendium Zeinab Alhassane

Die Universität in Niamey hat ihre Tore für die grossen Sommerferien geschlossen. Gestern sprach ich mit Zeinab, da sie gerne noch einen Kurs in Buchhaltung belegt hätte. Doch hier die Neuigkeiten! Zeinab hat für die Sommermonate einen akademischen Praktikumsplatz bei der Generaldirektion des Spitals (HR und Buchhaltung/Hilfe bei der Apothekenbewirtschaftung) erhalten. Dies ist ihren guten Noten zu verdanken sowie der Hilfe ihres Professors an der Universität. Sie ist stolz, das mit eurer Hilfe erreicht zu haben und möchte allen von Herzen für eure Grosszügigkeit und Vertrauen danken.


Jeder Tag bringt für Zeinab etwas Neues und sie kann viel Gelerntes nun umsetzten...auch wenn es in der Praxis oftmals anders gehandhabt wird, als an der Uni. Ganz euphorisch spricht sie schon vom Weiterstudieren für den Master - doch warten wir ab, wie sich ihr Studium weiterentwickelt.